Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert Wirtschaft und Arbeitswelt grundlegend. Gleichzeitig stehen viele deutsche Industrieunternehmen angesichts weltpolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten vor der Herausforderung, ihre Produktionskapazitäten und Beschäftigung nachhaltig auszulasten. In diesem Kontext gewinnt das Insourcing von Wertschöpfung – also die Rückverlagerung zuvor ausgelagerter Aufgaben – zunehmend an Bedeutung.
Genau hier setzt KI2Insource an: Das Forschungsprojekt entwickelt innovative, KI-gestützte Ansätze, um Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Insourcing-Initiativen gezielt zu unterstützen und die dafür notwendigen Kompetenzen systematisch aufzubauen.
Motivation
Viele deutsche Industrieunternehmen stehen angesichts weltpolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten vor der Herausforderung, Produktionskapazitäten und Beschäftigung nachhaltig auszulasten. Vor diesem Hintergrund rückt das Insourcing von Wertschöpfung verstärkt in den Fokus. Durch die Rückverlagerung zuvor ausgelagerter Aufgaben an Zulieferer oder Dienstleister können Unternehmen ihre eigene Wertschöpfungstiefe erhöhen und gleichzeitig die Abhängigkeit von externen Partnern verringern. Zentrale Hindernisse für die Umsetzung von Insourcing-Projekten sind die Identifikation und der gezielte Aufbau der dafür erforderlichen Kompetenzen.
Ziele und Vorgehen in KI2Insource
Ziel von KI2Insource ist die Entwicklung eines arbeitswissenschaftlich fundierten Vorgehenskonzepts zur strukturierten Analyse und Planung von Kompetenz- und Lernbedarfen bei Insourcing-Projekten – das KI2Insource-Playbook.
Dieses Playbook unterstützt Unternehmen dabei,
– geeignete Insourcing-Potenziale systematisch zu identifizieren,
– notwendige Wertschöpfungsaktivitäten zu definieren,
– erforderliche Kompetenzen zu bestimmen und
– geeignete Maßnahmen zum gezielten Kompetenzaufbau abzuleiten.
Kern des Projekts ist die Konzeption und Erprobung KI-gestützter Tools auf Basis verfügbarer KI-Modelle. Diese sollen eine Kompetenzentwicklung ermöglichen, die:
– flexibel auf wechselnde Produkt- und Prozessanforderungen reagiert,
– individualisierbar unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt,
– niederschwellig in den Arbeitsalltag integrierbar ist und
-effizient mit überschaubaren Ressourcen umgesetzt werden kann.
Die entwickelten Ansätze werden in vier Anwendungsszenarien mit mittelständischen Industrieunternehmen erprobt. Diese umfassen sowohl wissensintensive Entwicklungstätigkeiten als auch komplexe Montage- und Verpackungsprozesse. Begleitend untersucht das Projekt die Auswirkungen von Insourcing auf die Resilienz produzierender Unternehmen.
reale Insourcing-Anwendungsfälle bei unseren Praxispartner
individuelle KI-Lösungen für den Kompetenzaufbau
Innovationen und Perspektiven
KI2Insource verbindet arbeitswissenschaftliche Expertise mit den Potenzialen generativer KI und großer Sprachmodelle. Durch einen „Human-in-the-Loop“-Ansatz werden KI-Systeme mit menschlicher Erfahrung und Einschätzung kombiniert, um praxisnahe, akzeptierte und wirksame Lösungen zu schaffen.
Das KI2Insource-Playbook versetzt Unternehmen in die Lage, Insourcing-Initiativen strategisch zu planen und gleichzeitig die erforderlichen Kompetenzen strukturiert und zukunftsorientiert aufzubauen. Die entwickelten KI-Tools können im Rahmen maßgeschneiderter Unterstützungsangebote gezielt zur Qualifizierung von Beschäftigten eingesetzt werden und leisten so einen Beitrag zur Stärkung von Innovationsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz – insbesondere im industriellen Mittelstand.
Im Zentrum von KI2Insource steht dabei stets der Mensch: Ziel ist es, Technologie so zu gestalten, dass sie Beschäftigte befähigt, Wissen demokratisiert und lebenslanges Lernen in einer sich wandelnden Arbeitswelt nachhaltig unterstützt.

